Mittwoch, 29. Februar 2012

Durchatmen

Dass das in letzter Zeit alles ein bißchen viel war, habe ich heute morgen gemerkt. Ich stehe mit meinem Mutzelchen an der Bushaltestelle. Wir sind auf dem Weg zum Kinderkrankenhaus. Plötzlich kriege ich Angst und Tränen steigen mir in die Augen. Ich schlucke sie tapfer runter. Ist ja nur eine kleine Operation. Routine. Für die Ärzte, ja. Aber für eine Mutter ist das schon schwer, das Kind in der OP-Schleuse zurückzulassen. Allein. Bei völlig fremden Leuten. Nach der Operation im Aufwachraum der erste bange Blick: Wie geht es meinem Kind? Hatte es Schmerzen? Hat es geweint? Ist die Operation gut gelaufen? Ach, wie gut, dass das Mutzelchen schon kurz nach der Operation alles vergessen hatte. Wie gut, dass sie keine Angst und keine Schmerzen hatte. Alles ist gut gelaufen. Ich brauche ein bißchen länger, das alles zu verdauen. Am Abend gab es Seelenfutter für alle. Selbstgemachte Pizza mit Brokkoli. Warm, weich, lecker. Aufatmen. Durchatmen.


Auf ein Neues!

Neue Operation, neues Glück! Heute wird das Mutzelchen erneut operiert. Und gestern bei der OP-Vorbereitung wurde auch das verloren gegangene Paukenröhrchen gefunden: es klebt innen am Trommelfell. Das wird heute geborgen. Ob dann noch ein neues Röhrchen gesetzt wird, entscheidet sich während der Operation. Das Zauberpflaster liegt bereit. Gleich fahren wir los.


Dienstag, 28. Februar 2012

Oje...

Ich musste heute zwei Mal hinsehen. Platz 1 im Bestsellerregal in der Buchhandlung! Wie konnte das passieren?


Abokiste 9.KW

Diese Woche in unserer Abokiste: 1 Friesenbrot, 10 Eier, 3 Sorten Käse, Salat, Brokkoli, Butterrübchen "Goldbälle", Tomaten, Möhren, 1 Bund Petersilie, Äpfel, Birnen, Mango, Bananen, Sweeties, 1 Teebeutel als Geschenk

Der Preis ist jede Woche gleich: 10 Euro für Obst, 10 Euro für Gemüse, 3,50 Euro für die Eier, 3,50 Euro für das Brot, 9 Euro für 3 Sorten Käse. Alles, außer das Brot natürlich, reicht von Dienstag bis Freitag. Am Samstag kaufen wir fürs Wochenende neu ein.


Gouda Oriental, Frischkäse "Frühlingslust", Bärlauchkäse

Montag, 27. Februar 2012

Frühling im Höltigbaum

Ganz schön schwer, nach meinem gestrigen Eintrag über das Hospiz, die Kurve zu kriegen. Der Eintrag wurde viel gelesen und kommentiert. Den ganzen Tag habe ich mitgefühlt und bin sehr dankbar über so viele Erfahrungsberichte.
Aber lasst uns das Leben genießen! Jeden Tag neu. Gestern war es hier in Hamburg so frühlingsmild, dass wir unbedingt raus in die Natur mussten. Die Luft duftete nach grünen Pflanzen, viele Vögel traten an zum Sängerwettstreit. Im Naturschutzgebiet Höltigbaum haben wir unseren Nachmittag sehr genossen. Die erste Frage des kleinen Bruders galt heute morgen den "Muhen". Könnt Ihr sie entdecken?











Sonntag, 26. Februar 2012

Im Hospiz

Als ich letztes Jahr am 2. Weihnachtsfeiertag meine Oma im Krankenhaus in Berlin besuche, erwartet mich ein erbärmlicher Anblick. Sie liegt allein in einem grell beleuchtetem Krankenzimmer. Das graue Krankenhausnachthemd ist ihr viel zu groß. Die Haare sind wirr, die Bettdecke verrutscht. Meine Oma hat unheimlichen Durst, ist aber nur an einen Tropf mit Kochsalzlösung angeschlossen. Die Lippen und die Zunge sind trocken und borkig. Oma hat ihre Zähne nicht drin, deshalb sieht sie ungewohnt aus. Das Sprechen fällt ihr schwer.
Sie ist gezeichnet von der Krebserkrankung, an der sie fünf Tage später sterben wird. Die Krankenschwestern laufen an ihrem Zimmer vorbei. Die letzte Zimmernachbarin hat sich über Oma beschwert, sie würde zu viel jammern. Oma sollte sich doch mal zusammenreißen. Die Schmerzmittel werden nur sparsam gegeben, sie könnten ja abhängig machen.
Als ich mich über meine Oma beuge, ist sie begeistert von meinem Duft. Ich soll doch mal in ihrem Kulturbeutel nachschauen, da hat sie auch was zum Duften drin. Ich finde ein kleines Fläschchen Kölnisch Wasser und betupfe Oma damit. Sie freut sich so sehr darüber. Dann hätte sie gerne ihr Halstuch um und noch eine Bettdecke, ihr ist doch so kalt. Sie fühlt sich einsam und unverstanden.

Ich hoffe, dass sie diese Nacht noch überlebt, denn am nächsten Tag soll sie in ein Hospiz verlegt werden. Mein Papa hat das organisiert. Die Warteliste war lang und mit Glück hat Oma doch einen Platz bekommen.
Am nächsten Tag wird sie in das Hospiz verlegt. Dort wird sie gewaschen, frisiert, bekommt ihre Zähne eingesetzt und ihre eigenen Sachen angezogen. Sie ist keine Patientin sondern Gast. Und so wird sie auch behandelt. Sie bekommt ein bißchen Kaffee zu trinken und jeder Wunsch wird ihr erfüllt. Sie bekommt Schmerzmittel, so viel wie nötig. Sie blüht unter der Fürsorge noch ein letztes Mal auf. Sie hat ihre Würde wiederbekommen. Das Zimmer ist warm und freundlich und ähnelt eher einen schönen Hotelzimmer.
Dass die Silvesternacht anbricht, bekommt Oma schon gar nicht mehr mit. Dennoch ist ihr Nachttisch mit Papierschlangen und Luftballons geschmückt. Um 23.47 Uhr stirbt meine Oma. Allein die Angabe der Uhrzeit besagt, dass jemand an ihrem Bett gesessen hat. Das finde ich sehr beruhigend. Vor der Zimmertür brennt zum Zeichen für alle anderen Bewohner eine Kerze. Mein Papa fährt am nächsten Morgen ins Hospiz um Oma nochmal zu sehen. Auf dem Nachttisch brennen Kerzen und eine Rose liegt darauf. Oma ist vollständig angezogen, sogar ihre Mütze hat sie auf. Ihr Halstuch liegt schön drapiert über ihren Beinen. Mein Papa sagt, es war schön. Traurig, aber einfach schön.
Angehörige werden im Hospiz auch nach dem Tod noch weiterbetreut. Es gibt ein Trauercafé mit Ansprechpartnern und alle paar Monate Gedenkfeiern für alle und ein Beisammensein bei Kaffee und Kuchen. Diese Erfahrung war wichtig für unsere ganze Familie. Es ist nur jedem zu wünschen, dass er, wenn es soweit ist, so umsorgt an einem schönen Ort sterben darf.

Im Süden Hamburgs soll ein Hospiz eröffnet werden. Es gibt tatsächlich Anwohner, die deshalb einen Wertverlust ihrer Immobilie fürchten. Mütter möchten ihren Kindern "den Anblick des Todes" ersparen. Leichenwagen würden stören. Die Vorstadtidylle ist in Gefahr. Ich spare mir weitere Worte. Ich schüttle nur den Kopf...


Noch etwas: ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich im Krankenhaus niemandem einen Vorwurf machen möchte! Durch etliche Krankenhausaufenthalte und Krankenschwestern im Bekanntenkreis habe ich genug Einblick in den Krankenhausalltag gewonnen. Das System ist so, wie es leider ist. Die Zeit ist knapp, der Stress hoch. ...

Kindermund

* Der kleine Bruder will wissen, wer den Tisch gemacht hat. Ich erkläre dass das (idealerweise) ein Tischler war. Der hat den Tisch aus Holz hergestellt. Das Mutzelchen hat zugehört und sagt dann nach einer Weile: "Und die Stühle sind vom Stühler!" Ich staune über so viel Kombinationsgabe.

* Mutzelchen hat Hunger. Sehr großen Hunger. Um den Riesenhunger zu verdeutlichen sagt sie: "Mama, ich habe Hunger biiiiiiis zu Gott!"


Samstag, 25. Februar 2012

Heute:








Freitag, 24. Februar 2012

Dieser Moment...

Nur ein Foto, keine Worte. Ein Augenblick, eingefangen in dieser Woche. Zum Innehalten, Genießen und Erinnern.


Idee: Soulemama

Diese Woche:

Fasching im Kindergarten
Fasching in meiner Schule
2 Mal Kaffeebesuch von Müttern mit Kindern
1 Kinobesuch mit meiner Freundin
1 Elternabend im Gymnasium
eine 2 in der Spanisch-Klausur
1 Aquafitnesskurs
1 Wiegetuch verschickt
1 Mal aufgewärmtes Mittagessen
1 Mal Kopfschmerzen
5 Mal zu spät ins Bett gegangen
5 Mal müde am Morgen
1 Mal Schneefall
Frühlingsluft gerochen
1 Mal mit dem Fahrrad fast ausgerutscht
gefühlt 100 Mal Streit geschlichtet
aber auch bestimmt 100 Mal gelacht


Donnerstag, 23. Februar 2012

"7 Wochen ohne...

... falschen Ehrgeiz." So lautet das diesjährige Motto der Fastenaktion der evangelischen Kirche. Zu fasten ist mir fremd. Aber ein bißchen weniger Ehrgeiz wäre manchmal ganz gut. Ich fange gleich damit an und lasse es zu, das mein Besuch auch mal Kuchen mitbringt. Ich lasse mir helfen. Ich gebe zu, dass ich auch etwas nicht schaffe. Ich bin gut genug, so wie ich bin.
Und weniger Schokolade wäre auch mal gut für mich. Das finde ich richtig schwer! Ob ich es bis Ostern schaffe?


Mittwoch, 22. Februar 2012

Was macht eigentlich...

...mein Shop? Och, ich kann nicht klagen. Neben den Kindern, meinem Beruf, dem Haushalt und so vielen kleinen und großen Dingen des Alltags kommt immer genau das richtige Maß an Aufträgen rein. Ich komme nicht unter Druck und kann mich jedem Auftrag mit Liebe widmen. Besonders oft nähe ich nach wie vor meine von mir entworfenen WiegetücherIch freue mich, dass schon quer durch unser Land frische schnuffelige Babys in meinen Wiegetüchern gewogen werden. Das macht mich schon ein bißchen stolz. Aber auch andere Dinge entstehen in meiner kleinen Werkstatt und ich hoffe, ich mache damit viele Leute glücklich.


Dienstag, 21. Februar 2012

Abokiste 8.KW

Heute habe ich den Lieferschein unserer Frischelieferung verbummelt. Und bin zu faul, ihn zu suchen. Denn ich sitze in meinem Sessel, hab die Beine hochgelegt und habe nicht vor, das vor dem Schlafengehen nochmal zu ändern. In der Schule war heute Fasching. Ich habe mir vom Mutzelchen eine Krone ausgeborgt und fertig war meine Verkleidung. Am Nachmittag hatte ich lieben Besuch, der auch noch Kuchen mitgebracht hat und morgen vor 2 Jahren auch von Berlin nach Hamburg gezogen ist. Dann habe ich wie immer am Dienstagabend beim Aquafitness zusammen mit meiner Freundin ins Wasser geguckt und etwas für Körper und Seele getan. Ein voller Tag neigt sich dem Ende zu.


Montag, 20. Februar 2012

Fasching...

...und Verkleiden ist was für Kinder. Meine beiden Kleinen hatten heute im Kindergarten viel Spaß. Ich brauche das nicht. Sollen doch alle ruhig denken, dass wir Norddeutschen humorlose Spaßbremsen sind. Feiert schön, Ihr da unten ;-)




Entspannter Sonntag

Auf dem Gut Karlshöhe.











Samstag, 18. Februar 2012

Samstag

Um 8.45 Uhr wurden wir vom Klingeln des Paketboten geweckt. Huch! So lange haben wir schon ewig nicht mehr geschlafen. Dann war das war wohl dringend nötig. Einkaufstag. Wir drehen unsere Runde auf dem Biobauernhof. Draußen ist es nebelgrau und nass. Drinnen heimelig und gemütlich. Im Stall spielen die beiden Kleinen Bauer und füttern die Kühe. Zum Mittag gibt es Bandnudeln mit Mangold-Sahne-Sauce. Am Nachmittag trödeln wir alle rum. Ich versuche mich am Popcornmachen, das nicht so gut klappt. Dafür schmeckt die Guacamole des Liebsten umso besser.












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