Dienstag, 31. Mai 2011

An einem verregneten Nachmittag...

Nachdem heute Vormittag die Sonne schien, hat es sich nun eingeregnet. Der kleine Bruder hat Ringelröteln, ist aber quietschfidel. Das Mutzelchen hängt ein bißchen durch. Ich habe Stoffe zugeschnitten und plötzlich kam mir eine Idee. Da gibt es diesen Bettbezug vom Großen, den jetzt der Kleinste benutzt. Seit 12 Jahren rutscht immer wieder die Bettdecke raus, weil kein Verschluß dran ist. Da fiel mir meine Kam Snaps Zange ein. Zack: Druckknöpfe dran, Problem gelöst. Prima! Und gleich werde ich durch den Regen zu meiner wöchentlichen Aquafitnessrunde radeln.



Gemüsekiste 22.KW

Heute in unserer Abokiste: 3 Sorten Käse, 1 Wulksfelder Roggenbrot, 10 Eier, Salat, Blumenkohl, Mairübchen, Zucchini, Gurke, 1 Bund Dill, Äpfel, Birnen, Nektarinen, Honigmelone, Bananen, 1 Tüte Süßkirschen
Gurke? Salat? Aus Norddeutschland? Und was ist mit diesem Erreger? In unserer Kiste war heute auch ein Informationszettel aus Wulksfelde. Auf dem Hof wurden Lebensmittelkontrollen durchgeführt. Sogar in den Ställen der Tiere wurden Proben genommen. Der Erreger konnte nicht nachgewiesen werden. Und wenn mir das so gesagt wird, dann glaube ich das auch. Ich hoffe sehr, daß die Ursache bald gefunden wird und nicht noch mehr Menschen erkranken.

Montag, 30. Mai 2011

Meine Berlinreise

Ab September werde ich in Berlin eine Weiterbildung machen. Ironie der Geschichte: Erst pendelt mein Liebster täglich von Berlin nach Hamburg zur Arbeit. Dann ziehen wir deswegen nach Hamburg. Und nun werde ich einmal im Monat für ein Wochenende von Hamburg nach Berlin fahren.
Am Samstag bin ich vor Aufregung schon um halb 5 aufgewacht. Ich habe den Sonnenaufgang gesehen und bin früh aus dem Haus gegangen. Auf dem Marktplatz in unserem Ort wurden gerade die Stände aufgebaut. Am Hamburger Hauptbahnhof (ganz nebenbei: ein fürchterlicher Ort!) hatte ich noch viel zuviel Zeit für Kaffee und Zeitung, bis um 7 Uhr mein ICE nach Berlin abfuhr. Die Fahrt war schön ruhig und angenehm. In Berlin angekommen hatte ich noch etwas Zeit. Berlinkenner werden beim Anblick des Gasometers sofort wissen, in welchem Bezirk ich war. Auf dem Berliner Pflaster fühlte ich mich sofort wieder heimisch. Die Weiterbildung wird von der "GfG", der Gesellschaft für Geburtsvorbereitung veranstaltet. Nach meiner Weiterbildung werde ich zertifizierte Familienbegleiterin sein und Familien rund um die Themen Frauengesundheit, Schwangerschaft, Geburt, Rückbildung, Babys erstes Jahr, Ernährung, Partnerschaft beraten können. Ich kann dann später selber Kurse in allen diesen Bereichen geben. Mit den Frauen, die ich am Samstag getroffen habe, werde ich die nächsten 1,5 Jahre zusammenarbeiten. Mir gefällt an der Weiterbildung, daß ich nicht irgendein Konzept auswendig lernen muß, sondern daß ich mein Wissen, das ich als Frau, Partnerin, Mutter, Freundin und Erzieherin schon habe, anwenden und weitergeben kann. Eine sehr spannende, aber auch arbeitsreiche Zeit liegt vor mir. Wenn ich ab August auch noch einen Job habe, kann ich mich wirklich nicht beklagen. Um 17 Uhr war unser Vortreffen beendet. Da meine Oma gleich um die Ecke wohnt, hatte ich mich bei ihr zum Abendbrot angemeldet. Mein Bruder war auch dort. Oma hatte Wurstbrötchen für eine ganze Kompanie geschmiert. Und falls die Brötchen nicht reichen sollten, auch noch Stullen. Komischerweise hatte ich aber nach dem langen Tag gar keinen Hunger. Um 19 Uhr fuhr mein ICE zurück nach Hamburg. Mit vernünftiger Lektüre eingedeckt, habe ich die Fahrt im unklimatisierten Wagen ganz gut überstanden. Die Bahnmitarbeiter verschenkten Wasser. Als eine Möwe neben dem Zug herflog wußte ich, Hamburg ist nah. "Senk ju for tschuusing Deutsche Bahn!" erklang aus dem Lautsprecher. Um 21.30 Uhr erreichte ich meinen Heimatbahnhof und radelte im Regen nach Hause. Mein Kopf schwirrte von den vielen Eindrücken. Jetzt heißt es, Literatur besorgen und einen Hospitationsplatz suchen. Los gehts!

Und was ist draus geworden?










Sonntag, 29. Mai 2011

Der letzte Sonntag im Mai

ausschlafen bis 7.30 Uhr
Brötchenfrühstück
Berlinreise verdauen
kranke Kinder pflegen
Quittungen sortieren
Steuererklärung machen
dunklen Wolken zuschauen
Gartenstreifzug
auf Mäuse warten
Holunderblüten ernten
Regentropfen auf der Nase






Freitag, 27. Mai 2011

Dieser Moment...

Nur ein Foto, keine Worte. Ein Augenblick, eingefangen in dieser Woche. Zum Innehalten, Genießen und Erinnern.


Zuerst gesehen bei: Soulemama

Freitagsschnipsel

* draußen: frisch und windig, genau mein Wetter!
* Auf meiner Einkaufsliste: Gelierzucker. Ich warte noch immer auf die Holunderblüte.
* Auf meiner Nähliste: Sitzpolster für einen Bekannten, eine kleine Geldbörse für einen Kindergeburtstag, Esslätze für Senioren, eine Tasche für mich
* das Mutzelchen: hatte gestern Durchfall. Irgendwie beunruhigend in der jetzigen Situation. Es geht ihr aber wieder gut.
* der kleine Bruder: räumt gerade wieder die Fahrradwerkzeugtasche vom Papa aus. Das Lieblingswort im Moment: "doch!"
* der Große: trägt seit einer Woche seine Zahnspange. Wenn er sie zum Essen rausnimmt, kann er nicht kauen, weil die Zähne schmerzen. Der Ärmste! Ich hoffe, das legt sich noch.
* der Liebste: will endlich die Steuererklärung machen und braucht alle meine Quittungen, uff.
* ich: fahre morgen in aller Frühe mit dem Zug nach Berlin! Dort findet ein Vorbereitungstreffen für meine Weiterbildung statt, die im Herbst beginnt. Ich bin sehr gespannt und freue mich auf die Frauen, die ich morgen treffen werde. Danach besuche ich ganz kurz meine Oma. Am Abend fahre ich mit dem Zug wieder nach Hamburg.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Wunderschönes Wiegetuch für Hebammen

Gleich, als ich gestern alle neuen Stoffe begutachtet hatte, habe ich Stoff abgeschnitten und gewaschen. Am Abend habe ich zugeschnitten und mich gleich heute an die Arbeit gemacht. Herausgekommen ist ein wunderschönes Wiegetuch für Hebammen aus einem der schönsten Westfalenstoffe. "Rosenborg" heißt der Stoff , ist schön dunkelrot mit hübschen Rosen drauf und besonders robust. Ich bevorzuge für meine Wiegetücher die Farbe Rot, weil erwiesen ist, daß Neugeborene diese Farbe besonders gut sehen können und sich wohlfühlen. Ab jetzt in meinem Shop zu haben!







In 4 Wochen...

... beginnt die Frauenfußball- Weltmeisterschaft in unserem Land. Vielleicht dürfen wir ein neues Sommermärchen erleben? Wie wäre es dafür mit einem personalisierten Spielplan? Für Dich oder als Geschenk? Hier gibt es mehr Informationen.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Meine Stoffe sind da!

Hurra! Mein großes Paket von Westfalenstoffe ist angekommen! Am Vormittag habe ich aufgeräumt, drei Waschmaschinenladungen Wäsche weggefaltet, Knuspermüsli gemacht, ein Brot gebacken und zwischendurch im Internet erfahren, daß mein Paket im Zustellfahrzeug ist. Ich habe gehofft, daß es den jungen kräftigen Postboten trifft, der das Paket über unsere schmale Treppe in den 2. Stock schleppen darf. Und ja, um halb 2 war es soweit. Der Postbote hat sich übrigens über sein Geschenk sehr gefreut. Das Paket war so schwer, daß ich es nur in die Wohnung schieben konnte.  Ich habe übers Auspacken fast vergessen, das Mutzelchen aus dem Kindergarten abzuholen. Zusammen haben wir dann alle Stoffe begutachtet. Meiner Kleinen gefällt der weiße Stoff mit den Hähnchen am besten. Mal sehen, vielleicht fällt für sie auch etwas ab. Über der ganzen Freude bin ich mir aber auch meiner Verantwortung bewußt, aus diesen ganz besonderen Stoffen vernünftige Produkte herzustellen. In diesem Berg von Stoffen steckt für mich auch ein Berg Arbeit. Und meinem Liebsten bin ich zutiefst dankbar, weil er mich unterstützt und mir diese Stoffträume in meiner Nähecke ermöglicht hat.






Ich warte auf...

... meine große Stofflieferung! 108 Meter feinster Westfalenstoffe sind auf dem Weg zu mir! Und weil der Postbote vermutlich ganz schön schleppen muß, habe ich ein kleines Dankeschön für ihn. Ich werde mich natürlich den ganzen Tag nicht wegbewegen. Da habe ich Zeit, mal gründlich aufzuräumen. Die Küche blitzt schon. Jetzt wartet die Wäsche und meine Kruschelschublade. Ab und zu gucke ich dann mal ins Internet zur Sendungsverfolgung. Kinners, ist das aufregend!

Dienstag, 24. Mai 2011

Heute:

Gelbe Linsen mit Jasminreis, Kohlrabi und Möhren mit Erdnusssauce. Für die Ernusssauce einfach etwas Erdnussmus mit heißem Wasser zu einer Sauce verrühren. Und das Ganze schmeckt mit der Sonnenkuss-Gewürzblüten-Mischung für Currys und asiatische Gemüsegerichte richtig gut!


Gemüsekiste 21. KW

Heute in unserer Abokiste: 1 Kartoffelbrot, 10 Eier, 3 Sorten Käse, Salat, Kohlrabi, Gurke, Moormöhren, Staudensellerie, Prree, Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Bananen

Heute zeige ich Euch mal, wie die Kiste hier wirklich angeliefert wird. So wie auf dem Foto liegen die Sachen nämlich nicht drin. Der Käse ist in seiner eigenen Kühlbox mit Kühlakkus. Das Brot steckt in einer Brottüte. Salat und empfindliche Dinge sind immer in Papier eingeschlagen. Für die Kisten ist einmalig ein Pfand fällig. Dann werden die von der vorigen Woche bei einer neuen Lieferung wieder mitgenommen. Ich packe dann fürs Foto alles aus und wehre derweil die Hände der Kleinen ab ;-)




Montag, 23. Mai 2011

Sauce Hollandaise selbstgemacht

Ich gestehe: ich habe diese Sauce noch nie selber gemacht. Die Fertiggerichtehersteller haben es tatsächlich geschafft, daß die Kunden immer denken, es geht nicht ohne Tüte oder Tetrapak. Ich habe ja auch immer Tütchen genommen und Butter dazugerührt. Und ja, auch im Bioladen gibt es mittlerweile immer mehr Fertiggerichte und Tütchen. In Bio, klar. Beim Spargel mag ich keine Experimente. Nein, ich brauche nur leckere Kartoffeln dazu und vielleicht auch ein Schnitzel, aber auf alle Fälle eine Sauce Hollandaise. Und wisst Ihr was? Es ist ja so einfach! Man braucht:

4 Eigelb
125g flüssige Butter
Zitronensaft
Salz
Pfeffer

* Eigelb im Wasserbad schaumig rühren, bis es schön cremig aussieht
* flüssige Butter nach und nach unterrühren
* mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken

Eigentlich soll man das Ganze mit dem Schneebesen machen. Da man aber doch eine Weile rühren muß, habe ich den Mixer genommen. Die Eigelbmasse darf nicht zu heiß werden, denn sonst gerinnt das Ganze. Hat super funktioniert. Gibts ab jetzt immer so. Und was macht man mit den übrig gebliebenen Eiweißen? Baiser! Einfach zu Eischnee schlagen und 50g Zucker einrieseln lassen. In kleinen Häufchen auf ein Blech setzen und bei 100°C im Backofen 1,5 Stunden trocknen lassen.




Wochenendeinkaufsausflug

Jeden Samstagvormittag fahren wir mit den Kindern zum Biobauernhof. Unser Wochenendeinkauf in Wulfsdorf , gleich hinter der Hamburger Stadtgrenze, ist zur schönen Tradition geworden. Es ist soviel befriedigender und sinnvoller, unser Geld dahin zu bringen, wo unmittelbar unsere Nahrungsmittel hergestellt werden. Wir geben erstaunlicherweise nicht mehr Geld für unsere Lebensmittel aus, denn wir kaufen viel bewußter ein. Früher im Riesensupermarkt haben wir den großen Wagen vollgeladen, ohne viel darüber nachzudenken. Wir haben so einige Dinge weggeschmissen, weil wir einfach zu viel hatten und es gar nicht aufbrauchen konnten. Ganz nebenbei erfahren unsere Kinder auf dem Hof, woher die Dinge kommen, die wir essen. Im Kräutergarten darf man sich Kräuter und auch Blumen schneiden. Das Mutzelchen dreht eine Runde auf dem hofeigenen Pferd. Der kleine Bruder flippt beim Anblick des Traktors aus. Und wir holen uns eine Bionade und schauen den Kindern beim Buddeln zu. Ich finde das einfach schön!












Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...